Lächeln ist uns schon in die Wiege gelegt. Das muss uns niemand beibringen. Erstaunlich ist, dass Kinder etwa 300 Mal mehr am Tag lachen, als Erwachsene. Schade für uns Erwachsene. Denn es gibt viele gute Gründe zu lächeln.

 

 Die Macht des Lächelns

 

Lächeln macht glücklich und gesund

Der Volksmund weiß es schon lange: Lachen ist die beste Medizin. Es gibt sie jederzeit und kostenlos. Lachen trainiert hunderte Muskeln. Ein Training für das andere stundenlang im Fitnessstudio schwitzen. Mehr noch: Lachen macht glücklich, denn es stimuliert unser Belohnungszentrum. So, als ob wir an einen Haufen Geld auf unserem Konto denken oder genüsslich Schokolade essen. Der Effekt ist mindestens derselbe – wir sind glücklich. Doch Lächeln lässt kein „Hüftgold“ zurück. Im Gegenteil: Es macht gesund und sogar zufriedener.

Forscher der University of Kansas fanden 2012 in einer Studie heraus (1): Lächeln reduziert den Stresspegel, stärkt das Immunsystem, senkt den Blutdruck und das Schmerzempfinden. Es lässt uns konzentrierter arbeiten und gelassener bleiben. Dinge gehen leichter von der Hand.

Erstaunlich ist, dass wir dafür nicht mal einen Grund zum Lachen brauchen. Allein das hochziehen der Mundwinkel in Richtung Ohren stimuliert die Glücksareale in unserem Gehirn. Da kann noch nicht mal Schokolade mithalten.

 

 

Lächeln macht sexy und erfolgreich

Mit einem mürrischen Gesicht können wir keine Kontakte knüpfen. Wir lächeln, um uns Wohlwollen und Zuneigung zu sichern. Wer lächelt scheint harmlos. Ein Lächeln entkrampft Situationen und wirkt „entwaffnend“. Nur ein Lächeln öffnet Türen und Herzen. Es lässt uns auf andere attraktiver wirken. Nicht nur beim Flirten – auch im Alltag und Beruf. Menschen, die uns mit einem Lächeln begegnen, finden wir sympathisch. Es sagt anderen: Wir sind ein Freund – kein Feind. Und beim ersten Eindruck entscheiden wir schon binnen weniger Sekunden, mit wem wir näher Kontakt wünschen – oder auch nicht. Mehr noch: Wer sympathisch wirkt, dem schreiben wir Menschen häufig ganz automatisch Kompetenz zu.

 

 

Achtung: Ansteckend!

Ein natürliches Lächeln verbindet nicht nur, es steckt auch an. Lacht uns jemand an, fällt es uns schwer die Stirn zu runzeln. Unsere Gesichtsmuskulatur lässt sich nicht mehr kontrollieren. Warum? Weil wir neugierig sind. Nicht bewusst. Aber automatisch ahmen wir den Gesichtsausdruck des Anderen nach. So können wir erfahren, ob das Lächeln echt ist, vorgetäuscht oder vielleicht sogar spöttisch gemeint ist. Die Wissenschaft hat bewiesen: Jede Bewegung unserer Mimik aktiviert unser Emotionszentrum und so bekommen wir ein Gefühl, was im Anderen vorgeht. Wir lächeln also nicht nur aus Höflichkeit zurück.

 

 

Keep smiling

Hast du heute schon gelächelt? Nein, dann wird es aber Zeit. Stecke doch einfach mal die Anderen damit an. Leider vergessen wir es im Alltag, öfters mal die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Nehmen wir uns doch wieder mehr ein Beispiel an Kindern. Sie lachen viel häufiger am Tag, als Erwachsene. Und ich finde: Es gibt immer einen Grund zu Lachen. Und wenn nicht: Mundwinkel hochziehen reicht auch schon.

 

1 Nachzulesen in der Fachzeitschrift „Psychological Science“: http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/smiling-facilitates-stress-recovery.html

 

Bild: pixabay.com

 

 

Bianca Grünert

Bianca Grünert

Die Stärkenreporterin

Ich arbeite mit Menschen, die manchmal an sich und ihren Fähigkeiten zweifeln oder sich nicht gut genug fühlen und unsicher auftreten. Ich unterstütze sie dabei, zu entdecken, was in ihnen steckt, selbstbewusster zu werden und sich im besten Licht zu präsentieren, um andere von sich oder ihren Ideen zu überzeugen.
Wenn du weißt, was du kannst und selbstbewusst auftrittst, dann ist meine Mission erfüllt.
Mein Motto: Von innen leuchten. Nach außen strahlen.
Bianca Grünert