Manchmal gibt es Situationen, in denen uns nichts „Schlaues“ einfällt. Sei es auf dem Papier, wenn wir zum Beispiel eine Präsentation vorbereiten oder eine Hausarbeit schreiben wollen. Oder auch in Begegnungen mit anderen fehlen uns manchmal sprichwörtlich die Worte. Dabei kommt es oft darauf an, wortgewandt und schlagfertig zu sein. Die meisten sind zwar nicht auf den Mund gefallen, doch irgendwie scheint die Verbindung in unserem Hirn zur Sprache manchmal abgeschnitten. Ich zeige dir hier ein paar einfache Übungen, mit denen dir nie wieder die Worte fehlen.

Assoziationen auf REDE

 

Assoziieren: Bring deine Gedankenfabrik auf Hochtouren!

Beim Assoziieren stellt man eine Verbindung zu einem Wort her. Durch Üben wird es später einfacher, diese Verknüpfungen schnell zu aktivieren/abzurufen. Oder um es mit GOETHE’s Worten zu beschreiben:

[Es] …ist mit der Gedankenfabrik

wie mit einem Webermeisterstück,

wo ein Tritt tausend Fäden regt,

die Schifflein herüber hinüber schießen,

die Fäden ungesehen fließen,

ein Schlag tausend Verbindungen schlägt.

aus Faust I (Goethe)

 

Mal ein Beispiel: Auf das Wort „Sommer“ lässt sich „Winter“, „Sonne“, „Hitze“, „Urlaub“… (und vieles mehr) assoziieren. Ganz wichtig: Es gibt kein richtig oder falsch! Jeder von uns hat eine andere Welt, eine andere Erfahrung mit „Sommer“ gemacht. Vielleicht würde dir eher „Ferien“ einfallen, falls du Lehrer bist. Oder „Kreuzfahrt“, falls du gerade Urlaub gemacht hast.

Es ist gut, wenn du das erste Wort nimmst, das dir einfällt. Umso schneller du bist, umso besser. Denn wenn du erst lange überlegst, dann wird sich dein innerer Kritiker melden. Es gibt immer originellere oder passendere Verbindungen. Aber umso schwerer wird es, schnell zu assoziieren – oder wenn wir mal an ein Gespräch denken: schnell und spontan zu reagieren. Probier’s mal aus.

Das Naheliegende, das was dir zuerst einfällt, ist ok – vor allem zum Üben, wenn du deine Gedankenfabrik erstmal auf Hochtouren bringen willst.

 

 

TRAININGslager – Übungen für deine Gedankenfabrik

Bianca Grünert | Trainingslager | Selbstbewusst wirken. Erfolgreich präsentieren.

Alle Übungen kannst du allein durchführen. Du kannst aber auch gern mit einem Partner oder in einer Gruppe üben. Und du kannst alle Übungen auch beliebig kombinieren.

 

Koffer   –   Hose   –   Kritik   –   Stärke   –   Kuriosität   –   Oper   –   Gras   –   Chance   –   Hocker   –   Gurke   –   Prozent   –   Decke   –   Papier   –   Stolz   –   Telefon   –   Ecke   –   Kasper   –   Lampe   –   Stein   –   Idee   –   Hut   –   Klasse   –   Tee   –   Bild   –   Selbstbewusstsein   –   App   –   Truhe   –   Krone   –   Western   –   Mutter   –   Fluss   –   Mixer   –   Fußball   –   Vergessen   –   Angst   –   Kino   –   Firma   –   Turnschuhe   –   Vermutung   –   Newsletter   –   Lesung   –   Behörde   –   Speer   –   Standard   –   CD   –   Polizist   –   Bühne   –   Vertrauen   –   Stecker   –   Zeit

 

Zum Einstieg

  • Assoziiere auf die oben genannten Begriffe jeweils ein Wort.
  • Assoziiere so viele Worte, wie dir zu einem Begriff einfallen. Fällt dir nichts mehr ein, dann mache mit dem nächsten Wort weiter.
  • Beginne mit einem Wort. Assoziiere einen Begriff und dann assoziiere auf das, von dir genannte Wort. Fällt dir nichts mehr ein, dann lass dich weiter von den genannten Begriffen inspirieren.

 

Für Fortgeschrittene

  • In Bewegung: Assoziiere jeweils ein Wort und mache gleichzeitig eine (passende) Geste mit deinen Händen oder deinem Körper.
  • Dissoziiert: Mach jetzt genau das Gegenteil vom Assoziieren. Schaffe keine Verbindungen, sondern nenne Worte, die mit dem Begriff nichts zu tun haben.
  • Schnell, schneller, am schnellsten: Mit den folgenden Audios kannst du deine Schnelligkeit trainieren. Bei Audio 1 nenne ich dir Begriffe in normalem Tempo. Bei Audio 2 wird es schon schneller und bei Audio 3 kommst du sicher ins Schwitzen.

 

Normal Assoziieren

 

Schnell Assoziieren  

 

Sehr schnell Assoziieren  

 

 

Je häufiger du deine Gedankenfabrik auf Hochtouren bringst und so deinen Wortschatz heraus forderst, desto schneller findest du dich in brenzligen Situationen im Labyrinth der Worte zurecht.

 

 

Bianca Grünert

Bianca Grünert

Die Stärkenreporterin

Ich arbeite mit Menschen, die sich im Job nicht gut verkaufen können und ihr Licht oft unter den Scheffel stellen. Die aber beruflich weiterkommen wollen und können.
Ich zeige ihnen, wie sie ohne Angeberei auf sich und ihre Leistungen aufmerksam machen. Wie sie selbstbewusst ihr Können zeigen und sich charmant im besten Licht präsentieren. Und wie sie einen Plan entwickeln, der ihnen im Job Türen und Herzen öffnet – der sie beruflich weiterbringt.
Als „Die Stärkenreporterin“ ist meine Mission erfüllt, wenn meine Kunden selbstbewusst auftreten, sich gut verkaufen und beruflich weiterkommen.
Mein Motto: Von innen leuchten. Nach außen strahlen.
Bianca Grünert