Es ist nicht, das dicke Bankkonto, die Gucci-Tasche oder der Porsche, die bestimmen, wer sich wem über- oder unterordnet. Es ist viel spannender: Es ist dein persönlicher Status – es ist das, was du ausstrahlst und wie du denkst. Das entscheidet, ob du als erstes durch die Tür gehst, ob du Gehör findest oder ob du anderen den Vortritt lässt oder sie die Oberhand gewinnen. Das Spiel mit dem Status ist ein subtiles, aber sehr spannendes Spiel, dass du mitspielen solltest, um selbstbewusster aufzutreten und Vertrauen zu gewinnen. Ich zeige dir warum und wie es geht.

Das Spiel mit dem Status: Warum wir mal gewinnen und mal verlieren

 

Das (unbewusste) Spiel mit dem Status

Weichst du aus, wenn dir direkt jemand entgegenkommt? Lässt du anderen lieber den Vortritt? Oder wirst du in Gesprächen häufiger unterbrochen? Dann kann es sein, dass du in einem tiefen Status bist, während sich andere den höheren Status nehmen oder ihn von dir geschenkt bekommen. Denn immer, wenn wir uns begegnen, „klären“ wir unbewusst und ganz still, aber schnell die Statusfrage. Sind wir dominant oder unterwürfig – im Hoch- oder Tiefstatus?

Wir ordnen uns Anderen immer über oder unter, denn wir können keinen „Nicht-Status“ haben; genauso wenig wie wir nach der alten Watzlawischen Regel nicht nicht kommunizieren können. Dieser persönliche Status hat allerdings nichts mit deinem sozialen Status zu tun. Er ist das Produkt deiner Gedanken und Einstellungen, der sich in deiner Körpersprache oder Stimme ausdrücken. …und so für Andere sichtbar werden. Und die reagieren dann darauf und gehen entweder in eine höhere Position oder sie ordnen sich dir unter. Wie kannst du das subtile Spiel mit dem Status aber nutzen, um souveräner zu wirken oder an Ausstrahlung zu gewinnen?

 

 

Keine Lust auf Machtspiele?

Ich auch nicht. Dachte ich einmal! Als ich noch dachte, dass es ausschließlich um Macht geht. Jetzt liebe ich das Spiel mit dem Status. Und ich betrachte es als Spiel. Wer kommt zuerst die Hühnerleiter hoch oder lässt den anderen ganz entspannt den Vortritt? Ich spiele nicht um die Macht, aber ich spiele gern mit meiner Wirkung. Ich nutze das Statusspiel aber vor allem, um Beziehungen positiv und vertrauensvoll zu gestalten. Oder auch, um mich besser durchzusetzen und souveräner aufzutreten.

Status habe ich sowieso, warum diesen also nicht intelligent einsetzen? Und so habe ich angefangen zu beobachten. Schon darin hatte und habe ich eine Menge Aha-Erlebnisse und Learnings – für alle möglichen Situationen, in denen ich manchmal gefühlt immer „verloren“ hatte – sei es der Platz in der Bahn, das nicht-zu-Wort-kommen in Diskussionen, das Übersehen-Werden, häufig Angerempelt-werden… Und diese will ich hier mit dir teilen, damit du spielerisch aber überzeugend auftreten kannst und durchsetzungsstark bist.

 

Das Spiel mit dem Status ist ein subtiles, aber sehr spannendes Spiel, dass du mitspielen solltest. Klick um zu Tweeten

 

Die Theorie aus dem Theater

Zunächst das theoretische Konstrukt, dass hinter dem Spiel mit dem Status steckt. Die Status-Theorie kommt ursprünglich aus dem Improvisationstheater. Sie wurde durch Keith Johnstone bekannt. Während seiner Arbeit als Regisseur fiel ihm auf, dass sich die Schauspieler auf der Bühne nicht „neutral“ verhalten konnten; die Szenen wirkten dann irgendwie nicht echt. Nur wenn klar erkennbar war, wer König und wer Bettelmann oder wer Chef und wer Angestellter ist, wirkten die Szenen glaubhaft. Es reicht auch nicht, dass der König oder der Chef einen hohen Status spielt, der Bettelmann oder der Angestellte muss ihnen gegenüber als Gegenpart den tieferen Status einnehmen. Erst wenn einem Schauspieler mit Hochstatus Respekt erwiesen wurde, war sie als klassischer König oder Chef auch für die Zuschauer erkennbar.

Keith Johnstone entwickelte aus diesen Beobachtungen die Theorie, dass Szenen auf der Bühne, ebenso wie im realen Leben von ständiger Dominanz und Unterwerfung geprägt sind. Beide Begriffe klingen jetzt sehr krass, aber immer wenn sich zwei oder mehrere Menschen begegnen, werden Macht, Einfluss und soziales Gewicht neu verteilt. Kein Tonfall, keine Geste, keine Verhalten passiert dabei zufällig. Das Statusgerangel ist den Meisten jedoch nicht bewusst, denn es ist sehr fein und subtil – nicht so deutlich wie beim König und Bettelmann. Immer zeigen wir, welchen Rang wir auf der Hühnerleiter selbst oder gegenüber anderen einnehmen bzw. wie wir zueinander stehen.

 

 

Sozialer vs. Persönlicher Status

Bei Status denken die meisten an Hierarchien, Titel oder an das „mein Haus – mein Auto – mein Boot“ Gehabe. Doch neben äußeren Attributen oder Statushebern wie Beruf, Karriere, Vermögen oder teure Uhren, Taschen oder Turnschuhe, gibt es eine zweite Dimension von Status. Dieser entsteht erst, wenn sich zwei oder mehr Menschen begegnen. Und dieser ist der Spannende und der, mit dem du spielen kannst.

 

Der Begriff „Status“ kann verwirrend sein, es sei denn, wir verstehen darunter das, was wir tun, nicht das, was wir sind; das heißt, ein König kann gegenüber einem Sklaven Tiefstatus spielen, und der Sklave kann gegenüber dem König Hochstatus spielen. – Keith Johnstone

 

Status ist nicht, dass was du hast, sondern etwas das du tust, wenn du anderen begegnest. Wie du auf andere regierst, z.B. wenn dir jemand auf einer engen Straße entgegenkommt oder wenn du in einem Meeting bist. Ich nenne diese Status-Form den persönlichen Status. Er ist ein Produkt aus deiner inneren Haltung ausgedrückt in deiner Körpersprache, Stimme und deinem Verhalten im Zusammentreffen mit anderen – sichtbar in deren Körpersprache, Stimme und Verhalten aufgrund deren innerer Einstellung.

Das Fantastische ist: Der persönliche Status ist flexibel. Das Statusspiel ist eine dynamische Angelegenheit. Von einer auf die andere Sekunde kann er wechseln. Eben noch bekam der andere den Vortritt, doch jetzt hast du etwas Wichtiges zu sagen – im Hochstatus. Der Andere hört dir zu – im Tiefstatus. Wie du das spielerisch auslösen kannst… dazu später mehr.

 

 

Woher kommt das Gerangel um den Status?

Dass was Keith Johnstone in seiner Theaterarbeit beobachtet hat, ist gar nicht neu. Das Statusgerangel gibt es schon seit Millionen von Jahren. Wer, wem, was zu sagen hat, wurde schon bei den Höhlenmenschen ausgehandelt. Diese hatten noch keine Sprache und machten das durch bestimmte Körperhaltungen oder Gebärden unter sich aus.

Und sicher hast du schon mal beobachtet, wenn sich zwei Hunde begegnen. Deren Status und Rang wird durch ihre unterschiedliche Körperhaltung und im Verhalten zueinander sehr deutlich.

Und wie das genau bei uns Menschen aussieht, also was Hoch- und Tiefstatus kennzeichnet, dass schauen wir uns jetzt mal an.

 

 

Sichtbare Statusmerkmale – Raum und Zeit

Status hat immer etwas mit den Dimensionen RAUM und ZEIT zu tun. Als Faustregel gilt:

Je mehr Raum und Zeit du dir nimmst oder bekommst, umso höher ist dein Status. Je weniger, umso mehr bist du im Tiefstatus.

Wie sieht das genau aus?

 

Hochstatus: Der Jobmodus steht für Respekt, Kompetenz und Kommunikation auf Sachebene.

Im Hochstatus wirkst du kompetent. Man wird dich eher respektieren. Also, wenn es „um die Wurst geht“, dann sind Hochstatussignale angesagt.

  • Das Spiel mit dem Status - Hochstatus | Bianca Grünert | Die StärkenreporterinZielgerichtete, ruhige, bestimmte, Bewegungen, in der Mitte des Raumes
  • Kopf bewegt sich wenig, gerade
  • Stimme eher tief, entspannt, laut, setzt Pausen
  • aufrechte, straffe, ungezwungene Haltung
  • Fester Stand
  • Große und ruhige Gesten
  • Berührungen anderer, nicht sich selbst
  • ruhig und gleichmäßig atmen
  • direkter Blick, angemessene Blickdauer
  • wenig Lächeln, offenes Lachen
  • bedachtes, langsames Antworten

 

 

Tiefstatus: Der Privatmodus steht für Sympathie, Kontakte und Kommunikation auf Beziehungsebene.

Im Tiefstatus wirkst du sympathisch, nett und wenig kämpferisch. Mit Tiefstatussignalen kannst du gut Kontakte knüpfen oder Vertrauen aufbauen.

  • Das Spiel mit dem Status - Tiefstatus | Bianca Grünert | Die Stärkenreporterinviele Bewegungen, ruckartig, schnell, am Rand des Raumes
  • Kopf bewegt sich viel, schief
  • Stimme leise, stockend, hohe Stimmlage, viele Füllwörter
  • Körperhaltung gebeugt, Hüfte eingeknickt
  • unsicherer Stand, häufiger Wechsel von einem auf das andere Bein
  • kleine, hektische Gesten
  • viel Selbstberührung, an den Haaren/Gesicht
  • hektisch, flach, schnell atmen
  • unsteter Blick, häufig Blinzeln, vermeiden von Blickkontakt
  • viel Lächeln, kichern
  • schnelle Antworten

 

 

Die Statussignale sind jeweils auch einzeln genommen Merkmale eines bestimmten Status. Ähnlich wie bei einem Klavier. Du kannst einzelne Tasten anschlagen oder gleichzeitig mehrere. Umso mehr du von einem Status einsetzt, umso „lauter“ wird der Status.

Diese äußeren Statusmerkmale kannst du bei dir und bei anderen wahrnehmen. Deine eigenen kannst du bewusst verändern. Du kannst dich groß und breit machen oder schmal und eng. Du kannst laut und mit Pausen sprechen, oder schnell und leiser. Du kannst mit Blickkontakt spielen. Oder du kannst deinen Kopf bewusst und in bestimmten Situationen schief oder gerade und stillhalten.

Doch Achtung: Es kann unecht wirken. Und es ist verdammt anstrengend, sich dauernd auf seine Gliedmaßen zu konzentrieren. Körpersprache spricht von innen aus dir heraus. Und dein Innen ist die Basis für Wirkung und Status.

 

 

Deine innere Einstellung: Die viel wichtigeren, aber unsichtbaren Statusmerkmale.

Du bist was du denkst. Was du denkst, strahlst du aus. Du spielst das Statusspiel von innen nach außen. Deine innere Einstellung spiegelt sich durch deine Körpersprache, Stimme und dein Verhalten nach außen und erzeugt so eine natürliche Wirkung.

 

Wenn du innerlich im Hochstatus bist, …

Du bist entspannt und gelassen. Dich bringt nichts aus der Ruhe. Bei Problemen weißt du, was zu tun ist. Du weißt auch, was du willst. Du musst niemandem etwas beweisen. Du glaubst an dich und vertraust. Du wartest nicht auf Erlaubnis. Stellst eher Fragen und bist flexibel. Dein Selbstbewusstsein ist hoch.

 

Wenn du innerlich im Tiefstatus bist, …

Du fühlst dich eher unsicher und bist bei Herausforderungen nervös. Du willst nichts falsch machen. Du möchtest, dass andere gut über dich denken, deswegen fällst du nicht auf oder eckst an. Streit meidest du am liebsten. Du bist sehr mit dir selbst beschäftigt und empfindest alles häufig sehr stressig. Dein Selbstbewusstsein ist eher niedrig.

 

 

Lass uns spielen! Oder: Au JA, ab auf die Statuswippe!

Das Statusspiel ist ein sehr dynamisches Spiel. Die Rollen sind nie fest verteilt. Sie sollten es auch nicht. Im Laufe eines Gesprächs kann (und sollte) sich das ändern – unabhängig davon, ob du König oder Bettelmann bist. Ein Bettelmann im Hochstatus… sehr spannend und wirkungsvoll.

Und jetzt zu den Spielregeln. Du kannst zunächst einen Status einnehmen und diesen behaupten. Dein Gegenüber wird darauf reagieren – höher oder tiefer auf der Hühnerleiter. Oder du nimmst dessen Status-Angebot an und ordnest dich über oder unter. Wie bei einer Wippe auf dem Spielplatz kann der Status aber von einem Moment zum anderen von hoch nach tief und umgekehrt kippen. Und wieder zurück.

 

Das Spiel an einem Beispiel:

Du gehst in ein Kaffee. Du siehst dort einen netten freien Platz am Fenster, freust dich und setzt dich hin. Da steht zwar eine Tasche auf der Fensterbank, aber darüber machst du dir keine Gedanken. Da kommt plötzlich ein Mann… „Das war mein Platz. Meine Tasche steht schon hier. Ich habe eben nur meine Jacke aufgehangen.“ Der Blick war fest, die Körperhaltung gerade und er wirkt entschlossen, seinen Platz zu behaupten – ganz viele Hochstatussignale.

Das Spiel hat begonnen. Nimmst du sein Status-Angebot an? Wenn ja, dann räumst du vielleicht schnell den Platz und entschuldigst dich. Du willst ja nicht anecken, bist halt nett und kein Spielverderber – klassischer Tiefstatus. Aber vielleicht willst du auch auf der Hühnerleiter über ihm stehen? Deine innere Stimme sagt ganz laut zu dir ‚Der Platz gehört mir.‘ Du könntest dich aufrichten, den Mann mit deinem Blick fixieren, ernst schauen und nach einer Pause laut und ganz ruhig sagen „Der Platz war frei. Jetzt sitze ich hier.“ Bähm. Dein Gegenangebot ist ein doppelter Hochstatus, mit dem du ihn die Hühnerleiter nach unten drängst. Vielleicht nimmt er dein neues Status-Angebot an oder er kabbelt sich weiter mit dir um die Position.

Ich nehme an, dass du kein Platzhirsch bist. Du könntest nämlich auch ganz anders reagieren – spielerisch und intelligent, so dass für euch Beide etwas Gutes aus der Situation entsteht.

 

Status habe ich sowieso, warum diesen also nicht intelligent einsetzen? Klick um zu Tweeten

 

Status intelligent einsetzen

Das Spiel geht schlau weiter. An deiner inneren Haltung änderst du nichts. Du bist immer noch überzeugt, dass dies dein Platz ist. Du vertrittst es nur nicht so vehement nach außen. Körpersprachlich zeigst du eher einzelne Merkmale des Tiefstatus. Also nur ein bisschen – etwas Lächeln, Kopf schief. „Der Platz war frei.“ Dann Pause. Ruhig und tief atmen. Dann vielleicht: „Hier ist Platz für uns Beide. Sie können sich gern hier mit hinsetzen.“ Indem du nach außen tief „spielst“, hebst du auf eine sympathische Art den Mann in einen höheren Status. Er wahrt sein Gesicht. Du auch. …und vielleicht nimmt er dein Status- und Platzangebot an.

Was ist passiert? Du hast dich selbst „herabgesetzt“, indem du Tiefstatusverhalten gezeigt hast. Jetzt bist du kein Feind mehr für ihn. Die Status-Wippe ging auf der Seite des Mannes nach oben. Du hast ihn durch dein Verhalten gestärkt.

 

Du kannst die Status-Wippe in jeder Situation bewusst auslösen:

  • Willst du sympathisch wirken oder soll euer Gespräch vertrauensvoller werden, dann lass den Anderen eine oder ein paar Stufen über dir stehen. Gib ihm die Bühne. Damit verlierst du nicht deine Stärke. Im Gegenteil, der Andere wird sich dir gegenüber gut fühlen, sich vielleicht öffnen. Hilfreich sind (gedachte)Trigger-Sätze für dich, wie ‚Ich mag dich.‘ oder ‚Ich interessiere mich für dich.‘ zusammen mit ein paar Tiefstatusmerkmalen und dein Gegenüber hat die Chance ein paar Stufen die Hühnerleiter hoch zu klettern.
  • Willst du kompetent wirken, Respekt bekommen, um vielleicht Anweisungen zu geben, Dinge klar zu stellen oder deine Argumente darlegen, dann gehe in den Hochstatus. Mit Trigger-Sätzen wie ‚Jetzt bin ich dran.‘ oder ‚Das ist meine Bühne.‘, kannst du dich innerlich hochsetzen. Außen zeigst du klassische Hochstatussignale. Ob dein Gegenüber ein paar Etagen nach unten geht, ist ein offenes Spiel und hängt seinem Machtanspruch ab. Zumindest wirst du dein Anliegen erstmal los.

Am Wirkungsvollsten ist der Status, der immer nur ein wenig über oder unter dem Status des Anderen ist. Und wenn der Status, je nach Situation in der Situation dynamisch wechselt. Menschen wollen Menschen auf Augenhöhe begegnen. Der Knaller ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, so dass die Begegnung für beide Seiten angenehm wird.

 

 

König oder Bettelmann? Beide sind cool!

Es gibt kein gut oder schlecht – weder der Hoch- noch der Tiefstatus für sich allein und dauerhaft ist super. Es ist die Kombination aus beiden, deren flexibler Einsatz. Es ist die Vielfalt.

Im Tiefstatus wirken wir zwar nett und umgänglich, aber wenn du Führungskraft bist, ist das der Status, der nur in der Teeküche oder auf dem Betriebsausflug einschlägt. In Meetings ist eher der Hochstatus gefragt. (Und hier ein extra Ruf an alle Damen, die häufig in der Tiefstatusfalle tappen: Hochstatus steht dir auch echt gut. Er steckt auch in dir. Habe Mut und zeige ihn.)

Und übrigens: Der echte Hochstatus ist alles andere als arrogant. Das hat ein echter Hochstatus-Mensch gar nicht nötig. Innerlich stabil und selbstbewusst, kann der Hochstatus auch außen leicht tief „spielen“. Das nennen wir im Allgemeinen Charisma.

Sich nur im Hochstatus zu bewegen, macht auch keinen Sinn. Nur auf der Sachebene… Wie willst du so bei Präsentationen deine Zuhörer erreichen? Oder wie willst du die Politesse überzeugen, dir doch keinen Strafzettel für dein Falschparken auszustellen?

 

Und hier noch ein letztes Beispiel, wenn du Kunden – egal in welchem Business – gewinnen möchtest. Was wollen Kunden? Sie wollen hofiert werden. Sie wünschen sich gleichzeitig einen kompetenten Partner. Gib ihm was er sich wünscht. Zeige dem Kunden, dass er wichtig ist und lass deine Kompetenz mitreden. Hebe ihn in den Hochstatus. Stelle dich auf der Hühnerleiter eine Stufe unter ihn. Sprich: Hochstatus gepaart mit Tiefstatussignalen – ab und zu Lächeln (nur), ruhige Bewegungen und ruhig sprechen, zustimmend nicken…

 

Es sind alle Nuancen, wie bei einem Klavier alle Tasten, die du innen und außen spielen kannst. Mal mehr – mal weniger. Für eine gut klingende Melodie brauchst du jedenfalls viele Tasten – im richtigen Moment, zur richtigen Zeit.

 

Statusspiele sind sehr komplex und setzen eine gute Beobachtung voraus. Klick um zu Tweeten

 

Und am Anfang steht die Wahrnehmung

Was ist dein bevorzugter Status? In welcher Spanne liegt dein Wohlfühlstatus? Ab und zu ein bisschen hoch, sonst eher tief? Welche Merkmale benutzt du? Hast dich schon einmal beobachtet, wie du in bestimmten Situationen reagierst oder wie dein Mindset „gestrickt“ ist? Und welchen Status weist dir dein Gegenüber zu? Welche Signale sendet er oder sie?

Statusspiele sind sehr komplex und setzen eine gute Beobachtung voraus – erstmal dich und dann auch noch dein Gegenüber. Bevor du anfängst, wild auf dem Klavier Beethovens 9. zu klimpern, schaue erstmal zu und fang mit „Alle meine Entchen“ an. Minimaler Einsatz macht schon ganz viel Wirkung – Durchsetzungsfähigkeit, wenn es „um die Wurst geht“ oder in anderen Momenten einfach „nur“ Sympathie und Vertrauen.

 

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Status spielen!

 

Alles Liebe

Deine Bianca

Die Stärkenreporterin

 

 

Bild: unsplash.com

Bianca Grünert

Bianca Grünert

Die Stärkenreporterin

Ich arbeite mit Menschen, die vor Menschen sprechen wollen oder müssen - sei es in Meetings oder Seminaren, bei Bewerbungen oder Prüfungen bis hin zu Vorträgen auf größeren Veranstaltungen.

Mein Job ist es, sie für die entscheidenden Momente auf der Bühne stark zu machen, damit sie selbstbewusst und souverän Menschen für ihre Ideen, Produkte oder Meinungen gewinnen.

Mein Motto: Von innen leuchten. Nach außen strahlen.
Bianca Grünert